Rund um die ePayBL
Kunde
eine Entwicklergemeinschaft aus Bund und den drei Ländern Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen.
Hintergrund
Der Bund und mehrere Länder (Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen) haben in den vergangenen Jahren unter Beteiligung mehrerer Entwicklungsunternehmen – darunter DResearch – eine mandantenfähige Bezahlplattform entwickelt: ePayBL. Sie erweitert das E-Government um E-Payment-Funktionen. Damit können Bürger in Anspruch genommene Dienste künftig nicht nur über das Internet abrufen, sondern auch gleich online bezahlen.
Die zentrale Abwicklung durch die ePayBL hat einen weiteren wichtigen Vorteil: Sie erhöht die Verwaltungseffizienz. Mit der ePayBL sind die angeschlossenen Behörden und Kommunen in der Lage, die Zahlungs- und Kontierungsvorgänge der EDV zuzuführen. Damit gehören manuelle Übertragungen von Buchungslisten der Vergangenheit an. Der Abgleich von Sollstellungen und Gebühreneingängen erfolgt mit einem Klick.
Die Vorteile dieser Dachlösung hat der Freistaat Sachsen in einem Video eindrucksvoll dargestellt: http://www.sid.sachsen.de/730.htm
Auftragsprofil
Seit 2007 ist DResearch mit der Weiterentwicklung der ePayBL beauftragt. Das umfasst:
- Ermöglichung von Kreditkarten- und Online-Bezahlungen mit der ePayBL.
- strukturelle Verbesserungen der ePayBL.
- Entwicklung von Plug-ins zur Anbindung von Behörden und Kommunen an die Bezahlplattform ePayBL.
- technischer Support bei den Betreibern der ePayBL (Bund, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen).
- Umsetzung der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie.
- Ermöglichung der SEPA-Lastschrift (SDD-SEPA Direct Debit).
Lösung
Kreditkartenzahlung und Giropay-Onlinebanking
Nutzer von behördlichen und kommunalen Webseiten können fortan Gebühren über alle in Deutschland gängigen Bezahlverfahren entrichten: Überweisung, Lastschrift, Kreditkarte und Giropay-Onlinebanking. Dieses breite Spektrum wird möglich, weil die ePayBL die Bezahlverfahren aller angeschlossenen Behörden und Kommunen zentral abwickelt. So kommt eine sehr große Menge an Transaktionen zusammen. Die Folge sind Tarifrabatte bei den beteiligten Bankgesellschaften. Deshalb kann den Nutzern im In- und Ausland auch ein (an sich eher teures) Bezahlverfahren wie die Kreditkarte angeboten werden, und das sogar für die Zahlung kleiner Beträge.
Die Bezahlplattform verfügt über ein Plug-in-System, mit dem sie sich auf unterschiedliche Anforderungen der Kassensysteme einstellen kann. Dieses System ist sozusagen die "Steckerleiste" der Bezahlplattform. DResearch hat dazu die "Stecker" (Plug-ins) gebaut, um Bezahlplattform und Kassensysteme miteinander zu verbinden. Dabei wurden Formate bestimmt, die den gewünschten Datenaustausch ermöglichen.
Plug-in-Basiskomponente
Eine Besonderheit dieser Lösung ist die von DResearch entwickelte Plug-in-Basiskomponente. Sie ist so etwas wie ein „Basis-Stecker“, der die Gemeinsamkeiten aller möglichen Plug-ins zusammenfasst. Plug-ins an weitere Kassensysteme müssen künftig nicht komplett neu aufgebaut werden, sondern lassen sich rasch und günstig aus der Basiskomponente entwickeln. Auf diese Weise realisierte DResearch bereits Plug-ins für die Kassensysteme CIP Kommunal, Infoma und ProFiskal.
Will eine Behörde oder Kommune ein Fachverfahren mit der ePayBL ausstatten, hat sie verschiedene Optionen. Je nach Wunsch und technischen Gegebenheiten können Fachverfahren mit einer Online-Bezahlmöglichkeit direkt im Webshop oder via Paypage (das ist die vorkonfigurierte Bezahlseite der ePayBL) ausgestattet werden. Dabei stehen vier verschiedene Zahlverfahren zur Wahl, ferner die Möglichkeit, die Bezahldaten über ein Plug-in elektronisch an das jeweilige Kassensystem zu übermitteln.
DResearch hat bereits mehreren Behörden und Kommunen sein umfassendes Know-how in Sachen ePayBL zur Verfügung gestellt. So haben sich die Technische Universität Chemnitz, Stadt Köln und die Volkshochschule Brandenburg an der Havel von DResearch beraten lassen. Darüber hinaus unterstützt DResearch die IT-Dienstleister der Kommunen und Behörden bei den notwendigen Anpassungen, etwa im Fall der Kfz-Zulassungsbehörde Dresden. Alle Betreiber der ePayBL (Sachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Bund) setzen auf den technischen Support von DResearch.
SEPA-Lastschrift (SDD-SEPA Direct Debit)
Die Abwicklung von Rechnungen und Zahlungen in Europa wird sich mit den sogenannten SEPA-Zahlungen vereinfachen und vereinheitlichen. Das betrifft auch inländische Zahlungen, die künftig im EU-weit einheitlichen Format (BIC und IBAN) getätigt werden. Derzeit schafft DResearch die IT-Voraussetzungen für die Einführung der SEPA-Lastschrift über die ePayBL.
Best Practices
Hier können Sie sich über die verschiedenen, landesspezifischen und kommunalen Anwendungsmöglichkeiten der ePayBL informieren. Erfahren Sie anhand der folgenden Beispiele, welche Vorteile die Kommunen, Behörden und andere Einrichtungen der Länder von der Ausstattung Ihrer Fachverfahren mit dem zentralen E-Payment Service ePayBL haben.
Die Volkshochschule Brandenburg an der Havel
… nutzt den E-Payment Service für die Buchung und Bezahlung von Kursen. Sowohl das Kassensystem als auch der Webshop, über den die Anmeldungen laufen, werden von der ePayBL über den Stand der Dinge informiert und damit eine automatische Steuerung der Kurse ermöglicht … weiterlesen
Der Einheitliche Ansprechpartner im Freistaat Sachsen
… gewährt dem Rechnungsempfänger ein medienbruchfreies Entrichten der Gebühr. Er selbst nutzt ein Werkzeug, das die Rechnungsstellung und -kontrolle sowie die Gebührenvereinnahmung mit Hilfe der ePayBL stark vereinfacht … weiterlesen
Die Kfz-Zulassungsbehörde Dresden
… verkauft die Feinstaubplakette über ihre Internetseite und senkt damit den Besucherstrom in der Dienststelle … weiterlesen
Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
… kann mit dem Webshop der ePayBL die Kostenbeteiligungen für seine Publikationen ohne weiteren Aufwand vereinnahmen … weiterlesen
Die Technische Universität Freiberg
… nutzte den Webshop der ePayBL für die Vereinnahmung der Teilnahmegebühr für einen internationalen Kongress … weiterlesen